Wann zum KFO

Grundsätzlich ist eine kieferorthopädische Korrektur der Zahn- oder Kieferstellung in jedem Alter möglich. Da das Kieferwachstum allerdings für eine Behandlung optimal genutzt werden kann, empfehlen wir bereits im Kindesalter von 4 bis 5 Jahren eine Beobachtung der Gebissentwicklung durch einen KFO. In diesem Stadium können bereits erste Fehlentwicklungen schonend in die richtige Richtung gelenkt werden. Richtig los geht es in der zweiten Zahnwechselphase im Alter von 9-10 Jahren.

Welche Empfehlungen wir Ihnen geben können und worauf Sie in welchem Alter achten sollten, erfahren Sie in den folgenden Tabs.


Was können Sie tun, wenn Ihr Kind noch klein ist?

  • Achten Sie auf eine gesunde Ernährung und trainieren Sie das Kauen. Zeigen Sie, wie die Zubereitung von Speisen gelingt und erklären Sie, welche Nahrungsmittel gesund und damit oft oder welche nur ab und zu gegessen werden sollten.
  • Zusammen mit ihrem Kind 3x täglich gründlich die Zähne und den Mundraum reinigen. Leben Sie ihm vor, wie es richtig geht.
  • Achten Sie darauf, dass ihr Kind eine deutliche Aussprache lernt. Wenn es länger als bis zum 3. Lebensjahr lispelt und die Zunge beim Sprechen oft zeigt, dann kann sich schon ein Besuch beim Kieferorthopäden lohnen; es gibt kleine schnullerartige Geräte, die die Zungenorientierung lenken
  • Daumen- und Fingerlutschen abgewöhnen und nach Möglichkeit ab dem 3. Lebensjahr auch schon auf den Nucki verzichten helfen: evtl. hilft hier ein Stoppi (erkläre ich Ihnen gerne).
  • Mit dem Kind den Familienzahnarzt kennen lernen.

für weitere Infos: www.milchzahnseite.de


Ihr Kind ist bereits 6-8 Jahre alt:

  • Die bleibenden Zähne kommen! Läßt ein Frontzahn lange auf sich warten? Ist das Kind mal auf die Milchzähne gefallen? Eventuell bringt ein Röntgenbild Klarheit!
  • Geht ein seitlicher Milchzahn frühzeitig verloren? Ein herausnehmbarer Platzhalter erspart viele Probleme im Zahnwechsel!
  • Stehen die Frontzähne oben weit vor? Ihr Kind könnte bei einem Sturz eine Schneidekante verlieren! Sprechen Sie mich an, was wir tun können!
  • Haben die vorderen Zähne keinen Kontakt zueinander? Ein Zungenproblem könnte die Ursache sein. Bestimmt kann der Logopäde helfen!
  • Der Zahnarzt schickt Sie wegen eines Kreuzbisses: eine lose Klammer wird notwendig!

Um möglichst viele dieser kleinen Maßnahmen mit Ihrer Krankenkasse abzurechnen, unterstützen wir Sie gerne. 


Ihr Kind ist 9-10 Jahre alt!

Jetzt wird es höchste Zeit für einen Besuch beim Kieferorthopäden. Kommen Sie gerne aus eigener Initiative – Sie brauchen keine Überweisung vom Zahnarzt! Wir schauen die Zahnstellung und den Zahnwechsel an, fragen nach der Entwicklungsgeschichte und geben eine Prognose zu Zahn- und Kieferwachstum. Ab heute begleiten wir diesen Teil der Entwicklung Ihres Kindes, indem wir Kontrollintervalle vereinbaren und den Zahnwechsel überprüfen oder mit kleinen Maßnahmen beginnen.

Die spannendste Zeit ist vor dem pubertären Wachstum – die Zeit des Seitenzahnwechsels mit dem 10.-12. Lebensjahr! Jetzt vollbringt der Kiefer Höchstleistungen, und auch der Körper wächst und verändert sich. Die Anforderungen des Lebens an Ihr Kind steigen: nicht immer geht alles glatt.

Meine Aufgabe ist es, den Weg zu einem strahlenden Lachen mit Erhalt möglichst aller Zähne zu zeigen: Zur Verfügung stehen herausnehmbare Geräte, die nachmittags und nachts getragen werden müssen, fest eingebaute Apparaturen, die Wachstum fördern und 24 Stunden am Tag wirksam sind (Non-Compliance-Geräte) und die feste Zahnspange. Es gibt zahlreiche Varianten aller Geräte aus unterschiedlichen Epochen mit sehr verschiedener Wirksamkeit. Die für Ihr Kind bedeutsamen Details erfahren Sie in unserer Praxis. Dann entscheiden wir gemeinsam welche Wunschbehandlung passt.

Für weitere Informationen: www.zahnspangen.org